UNKRAUT

Am 30.5. zeigte der Bayrische Rundfunk (BR) in seiner Abendsendung „Unkraut“ einen knapp halbstündigen Beitrag „Natur und Integration: Wie Umweltschützer Flüchtlingen helfen“.

Karin Kekulé (Moderatorin) am Set mit Marion Loewenfeld (ANU Bayern). Foto: Marc Haug/ÖBZ.

„Das Thema Natur und Integration ist brisant angesichts der hohen Flüchtlingszahlen, sagte UNKRAUT-Moderatorin Karin Kekulé Umweltbildung für Flüchtlinge. Der Beitrag ist hier – zeitlich begrenzt – in der BR-Mediathek nachzuschauen.
Mit dabei ist z.B. das Multiplikatorentraining „Abfall vermeiden, Wertstoffe recyclen“ vom Landratsamt Fürstenfeldbruck. Darin lernen Flüchtlinge (z.B. aus Nigeria) durch Exkursionen, Internet und eigene Recherchen sich selbst ein Bild zu machen. „Wer die Werte unserer Gesellschaft kennenlernt, wer versteht wie unsere Ressourcen geschützt werden, der wird Teil dieser Gesellschaft und umgekehrt auch von ihr anerkannt und geachtet“, erklärt Birgit Baindl, Koordinatorin des Projekts.
Reges Treiben herrscht auch beim Flüchtlingsprojekt des Münchner Umweltbildungszentrums (BUNT‐Projekt 2016 – Interkulturelle Küche aus regionalen Gärten): „Jeder hat mit Umwelt zu tun – Umwelt ist ein Stück zu Hause“, sagt Marc Haug vom Ökologischen Bildungszentrum München. „Die Menschen die aus anderen Ländern herkommen, haben die Möglichkeit durch unsere Bildungsarbeit auch ein Stück weit Fuß zu fassen“.
„Hier in Deutschland ist es gut, aber immer alleine zu Hause ist es ein bisschen langweilig“, schmunzelt Mohmoud Karao. Er und syrische Flüchtlinge wie Rakib Hasan oder Ibrahim Loul fühlen sich durch das Projekt der Umweltstation Waldsassen in die Gemeinschaft eingebunden (Engagierte Gartenhelfer in der Umweltstation Waldsassen). Hier haben sie die Möglichkeit, Einheimische beim Gärtnern, Kochen und Essen kennenzulernen. „Die Gartenarbeit bringt ihnen Leidenschaft und Freude zurück“, hat Waldsassens Projektkoordinator Michael Selinger erfahren. „Ich liebe Waldsassen und die Leute hier“, schwärmt sagt Ibrahim Loul. „Ich möchte etwas zurückgeben“.
Einige der Projekte werden von der Deutschen Bundesstiftung (DBU) Umwelt oder dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) gefördert. „Es ist immer nur eine kleine Grundlage, man muss sich kräftig um zusätzliche Finanzierung bemühen“, sagt Marion Loewenfeld vom ANU-Vernetzungsprojekt „Willkommen in Bayern“.

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