ANKOMMEN + VERSTEHEN

Modulare Schulung für junge Asylsuchende zum Spezialthema "Ressourcenschutz - der nachhaltige Umgang mit Energie, Wasser und Abfall"

Nach der Schulung erhalten die Teilnehmer ein Teilnahme-Zertifikat – hier bei der Zertifikatsverleihung am Großen Wertstoffhof in Puchheim für das Multiplikatorentraining „Abfall vermeiden, Wertstoffe recyceln“. Foto: Birgit Baindl, LRA FFB

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat mit einem breiten regionalen Netzwerk ein Rahmenprojekt für die Zielgruppe "junge Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften" entwickelt, das gemeinsam mit Partnern aus der Region und mit bürgerschaftlichem Engagement realisiert werden kann.

ANKOMMEN + VERSTEHEN bietet als modulare Schulung für junge Asylsuchende zum Spezialthema "Ressourcenschutz - der nachhaltige Umgang mit Energie, Wasser und Abfall"  bereits in den ersten Monaten Orientierungshilfen für eine zügige Integration junger Asylsuchender und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe (ohne deutsche Sprachkenntnisse). Die jungen Menschen erweitern im interkulturellen Austausch mit anderen Kursteilnehmern ihre sprachlichen Kompetenzen und erarbeiten sich selbstständig Fachwissen und erste Schlüsselkompetenzen für ihre spätere Erwerbstätigkeit. Nach der Schulung erhalten sie ein Teilnahme-Zertifikat, tauschen mit Kollegen Erfahrungen aus und informieren als Multiplikatoren Familie, Peergroup und Mitbewohner.
Die Kommunikation läuft anfangs „mit Händen und Füßen“, auf Deutsch oder auf Englisch, Kenntnisse der deutschen Sprache werden sich die jungen Asylsuchenden automatisch im Projekt erarbeiten.

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat ein großes Interesse am nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, denn er hat bereits im Jahr 2000 die Energiewende bis zum Jahr 2030 beschlossen. Auch die neuen Landkreisbewohner tragen eine besondere Verantwortung für den sparsamen Einsatz mit Ressourcen wie z.B. Energie. In den Herkunftsländern der jungen Neubürger ist Energie häufig billig und das Wissen um den sparsamen Umgang mit Energie, Wasser und Abfall noch nicht gefestigt. Deshalb werden die jungen Asylsuchenden sich diesen Themenbereich erst erschließen, um als neue Landkreisbürger/innen, zukünftige Arbeitnehmer und Mieter entsprechend nachhaltig und kostenbewusst handeln zu können.

Projektablauf:
a) Bewerbungsphase
b) Grundmodul Deutschland (interkultureller Erfahrungsaustausch)
c) Praktische Fachmodule für Multiplikatoren bisher: „Training zum Energiespar-Experten“ und „Abfall vermeiden, Wertstoffe recyclen“
e) Nachbetreuung der Multiplikatoren durch regelmäßige Treffen

Projektziele:

Bildung ist ein Menschenrecht und Bildung ist Voraussetzung für eine gerechte, nachhaltige, friedvolle und inklusive Gesellschaft. Deshalb werden junge Asylsuchende z.B. Deutschland als aktuelles Heimatland mit einem Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz kennenlernen, Vergleiche mit ihren Heimatländern anstellen und sich kritisch mit einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen auseinandersetzen. Mit ihrem Blick „von außen“ können sie neue Ideen und Impulse einbringen, für eine nachhaltige Gesellschaft im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE). Im geschützten Rahmen des Workshops werden sie Vertrauen in die eigenen Stärken aufbauen, die Fähigkeit zu eigenständigem kreativem Denken ausbauen, Respekt und Toleranz vor anderen Religionen und Ethnien entwickeln oder ausbauen, Zuhören und ihre Diskussionsfähigkeit erweitern, um miteinander Lösungen für Probleme oder Konflikte zu finden. Sie können ihr Leben und ihre Umwelt solidarisch mitgestalten, um Verantwortung für sich und nachfolgende Generationen zu übernehmen. Dabei lernen sie erste Schlüsselkompetenzen für den deutschen Arbeitsmarkt kennen und können in Kontakt zu Handwerksbetrieben kommen.

 

Module:

 

Kooperationspartner:
Die Module werden mit unterschiedlichen Kooperationspartnern und Fördermittelgebern durchgeführt, um die Themen Zug um Zug mit den verschiedenen Partnern erarbeiten zu können.

 

Institution und Infos:
Landratsamt Fürstenfeldbruck, Referat 44 Personenstands- und Ausländerwesen
Baindl Birgit, Ressourcenmanagement (Energie, Wasser, Abfall) für Asylunterkünfte
Münchner Str. 32
82256 Fürstenfeldbruck
Birgit.baindl@lra-ffb.de

Kooperationspartner Puchheim:
Stadtteilzentrum Planie – Soziale Stadt Puchheim
info@stadtteilzentrum-planie.de    

Kooperationspartner FFB:
Bürgerpavillon Fürstenfeldbruck
katharina.weyer@fuerstenfeldbruck.de

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